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Pionierin Florence Schelling (31) - die neue Sportchefin des SC Bern

Florence Schelling ist die neue Sportchefin des SC Bern.

Florence Schelling war jahrelang Eishockey Nationaltorhüterin (190 Länderspiele). (Bild: Swiss Ice Hockey HHOF-IIHF Images)

Olympia Bronze 2014 in Sotschi - der grösste Erfolg für Schelling mit der Frauen Nati. (Bild: Swiss Ice Hockey HHOF-IIHF Images)

Es war die wohl spektakulärste Eishockey-Meldung seit dem Abbruch der letzten Eishockey-Saison kurz vor den Playoffs im März 2020: Florence Schelling wird Sportchefin beim SC Bern. Diese Nachricht schlug Wellen weit über die Landesgrenzen hinaus. Die langjährige Eishockey-Nati-Torhüterin wird als erste Frau in einem solchen Amt als Pionierin ziemlich im Fokus und unter Beobachtung stehen.

Damit hatten viele Eishockeyfans und Eishockeybeobachter nicht gerechnet: Alex Châtelain wird als Sportchef beim SC Bern von der 31jährigen Zürcherin Florence Schelling abgelöst. Ein sehr interessanter Entscheid der Berner rund um Manager Marc Lüthi, welcher definitiv hohe Wellen schlug.

Florence Schelling wuchs in Oberengstringen (ZH) auf und kam durch ihre beiden Brüder zum Eishockey. Die 4 Jahre jüngere Schwester stellte sich dabei für Schussübungen ihrer Brüder ins Tor. Und dies führte schliesslich dazu, dass Florence Schelling Eishockey Torhüterin werden wollte. Sie begann ihre Karriere in der Organisation der ZSC/GCK Lions und spielte zwischen 2003 und 2005 für deren Elite A-Junioren. Zudem lief sie in einem Testspiel für die National-League-B Mannschaft der Lions auf, womit sie die erste Frau wurde, die je das Eis der National League B betrat.

2008 machte Schelling den nächsten Schritt in ihrer Karriere. Sie wechselte nach Nordamerika (Boston) und studierte dabei an der Bostoner Northeastern University Wirtschaftswissenschaften. Dabei spielte sie parallel für das Eishockeyteam der Universität. Nach tadellosen Leistungen in ihrer ersten Saison wurde Schelling gar ins All-Rookie-Team der Liga gewählt. In der Saison 2012/13 spielte sie für Brampton Thunder in der Canadian Women`s Hockey League. 2013 beendete sie ihr Studium mit einem Bachelor of Science in Business Administration. Ab Juni 2013 arbeitete sie für die IIHF als EDV-Koordinatorin und Assistentin der Geschäftsführung. Parallel dazu spielte sie für den EHC Bülach (Herren) in der 1.Liga und entwickelte sich dort weiter. Nach der Saison 2014/15 entschied sie sich, nach Schweden zum Linköpings HC zu wechseln und parallel ihren Master of Business Administration an der dortigen Universität zu machen. Ein Jahr später verlängerte sie ihren Vertrag um ein Jahr. 2016 wurde sie dabei schwedische Vizemeisterin.

Florence Schelling machte sich auch als National-Torhüterin einen Namen und war über viele Jahre das Gesicht der Schweizer Frauen Eishockey-Nationalmannschaft. 2006 nahm sie erstmals in Turin als Torhüterin an Olympischen Spielen teil. 2012 gewann die Schweiz mit Schelling überraschend die WM Bronze-Medaille und mit dem Gewinn der Bronze-Medaille an den Olympischen Spielen in Sotchi 2014 erreichte sie dabei ihren Höhepunkt und die Frauen Eishockey-Nati sehr viele Sympathien und Aufmerksamkeit. Zudem wurde Florence Schelling für ihre gezeigten Leistungen bei Olympia 2014 mehrfach ausgezeichnet – als Wertvollste Spielerin und beste Torhüterin – sowie in das All-Star-Team des Turniers. Insgesamt bestritt Schelling 4 Olympische Spiele und 11 Weltmeisterschaften (190 Länderspiele). Sie beendete ihre Laufbahn im Mai 2018. Sie übernahm darauf als Headcoach die Frauen U-18 Nationalmannschaft.

Ab November 2019 trat sie im SRF regelmässig als Eishockey-Expertin auf. Im April 2020 wurde Florence Schelling nun als neue Sportchefin beim SC Bern präsentiert – ein grosser Schritt in der Karriere der jungenm visionären, intelligenten Zürcherin.

Mit neo1 sprach die neue Sportchefin des SC Bern über ihre ersten 100 Tage im Amt als Sportchefin, die besonderen Herausforderungen sowie die Verpflichtung des neuen Headcoaches Don Nachbaur. Die Bestimmung des neuen Mutzen-Headcoches war eine ihrer ersten «Amtshandlungen». Zudem erzählt Schelling im Gespräch mit neo1, wie es zum Engagement beim SCB kam und wie sie den ersten Anruf von Marc Lüthi (Manager SCB) in Eerinnerung hat. Auch über ihre Stärken berichtet sie, wie sie sich aber auch zu helfen weiss und wie die Zusammenarbeit mit den anderen Sportchefs der Schweizer Eishockeyclubs angelaufen ist. Natürlich ist auch die Corona-Situation eine sehr belastende, zusätzliche Herausforderung nicht nur für den SCB und Florence Schelling sondern für alle Sportclubs in der Schweiz und auf der Welt. 

Florence Schelling – eine Frau, die seit langem für das Eishockey lebt und sicherlich viel erfrischenden, neuen Wind in die SCB-Sportabteilung bringen wird.

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