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Noemi Zbären - Leichtathletin und Forscherin aus Leidenschaft

Noemi Zbären aus Langnau - die beste 100m Hürdensprinterin der Schweiz.

Nach langer Leidenszeit mit vielen Verletzungen meldet sich Zbären eindrücklich zurück. (Bild: Ulf Schiller/athletix.ch)

In dieser Saison lief Zbären so schnell (13.06s) wie seit 5 Jahren nicht mehr. (Bild: Ulf Schiller/athletix.ch)

Noemi Zbären auf dem Weg zurück an die Weltspitze. (Bild: Ulf Schiller/athletix.ch)

2015 wurde Noemi Zbären Europameisterin bei der U23-EM in Tallin (EST) und WM-6. bei der Elite. (Bild: zvg)

Die Langnauer Hürdensprinterin Noemi Zbären ist die beste 100 Meter Hürdensprinterin der Schweiz. Vor 5 Jahren ging der Stern der Emmentaler Leichtathletin kometenhaft auf: U23 Europameisterin und WM-Sechste bei der Elite im 2015. Zbären bewegte sich an der absoluten Weltspitze. Verletzungen bremsten die Weltklasse-Athletin in den letzten Jahren allerdings komplett aus. In der letzten Saison - endlich wieder beschwerdefrei - gelang Zbären eine gute Aufbau-Saison. Nun wollte Noemi Zbären in dieser Saison einen nächsten grossen Schritt machen - doch dann kam Corona. Statt Diamond-League-Meetings auf der ganzen Welt heisst es nun Regional-Meetings sowie geduldig und flexibel sein.

Während gut 3 Jahren wurde Noemi Zbären von zahlreichen Verletzungen geplagt: Kreuzbandriss, Muskelfaserrisse und muskuläre Dysbalancen im Hüftbereich. Es war ein harter und langer Weg zurück und Noemi Zbären musste immer wieder Rückschläge verkraften und kämpfen. Trotzdem gab es für sie nie einen Moment, in dem sie die Nagelschuhe an den Nagel hängen wollte. Immer wieder musste sie sich neu aufrappeln, ihrem Körper wieder eine Regenerationsphase zugestehen ehe sie wieder von einer Verletzung ausgebremst wurde. Wie Zbären mit dieser schwierigen Zeit umgegangen ist und warum sie dem Spitzen-Sport trotzdem treu geblieben ist, verrät sie in der neo1 Sportstory. 

Dank der zusätzlichen Zeit in den letzten Jahren konnte Noemi Zbären ihre zweite Leidenschaft etwas forcieren und ihr Studium vorantreiben. Sie hat den Bachelor in Biochemie sowie die Masterarbeit in Mikrobiologie und Immunologie abgeschlossen. Mittlerweile arbeitet Zbären nebenbei als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bern, was die 26 jährige Emmentalerin als "echten Glücksfall" bezeichnet.

Die Wissenschaft ist also die zweite grosse Leidenschaft neben der Leichtathletik. Dieser Ausgleich zwischen der Arbeit als Forscherin und derjenigen als Sportlerin erfülle sie und tue ihr sehr gut, meint Noemi Zbären gegenüber neo1.

Daneben erzählt Noemi Zbären auch, wie sie die Corona-Pause erlebt hat und wie sie es geschafft hat, im Wohnzimmer trotzdem fit zu bleiben. Die Planungsschwierigkeit sowie die Ungewissheit, wie die Saison aussehen wird, waren für Noemi Zbären und ihren Trainer-Staff grosse Herausforderungen. Insbesondere für Zbären, welche sich selbst als ungeduldigen Menschen beschreibt. Auf der Suche nach einer gewissen innneren Ruhe stiess Zbären auf die Meditation und Yoga. Auch von diesen Erfahrungen erzählt die Hürdensprinterin.

Im Hinblick auf die letzte Saison wechselte Zbären ihren Trainer-Staff und gestaltete so einen kompletten Neuanfang. In der neo1 Sportstory berichtet Zbären über die Zusammenarbeit mit ihren Trainern und die 4 verschiedenen Trainings-Standorte, welche Zbären für ein perfektes Training und die optimale Betreuung und Unterstützung nutzt.

Nach der Aufbau-Saison im vergangenen Jahr wollte Zbären nun in dieser Saison einen nächsten, wichtigen Schritt zurück an die Weltspitze machen. Doch der Wettkampf-Kalender von Noemi Zbären zeigt: Sie konnte erst 4 regionale Wettkämpfe bestreiten. So hiess es für die beste Schweizer 100 Meter Hürdensprinterin: Langenthal stattt Stockholm oder Meilen statt Brüssel. Von Mitte August bis Mitte Oktober sollen nun aber einige Diamond-League Meetings stattfinden, wobei nichts sicher ist in dieser für alle sehr herausfordernden Zeit.

In den regionalen Meetings in dieser speziellen Saison beeindruckte Noemi Zbären zum Saisonauftakt beim Meeting in Langenthal und kurz darauf auch in Meilen. In Langenthal blieb die Uhr bei 13.14s stehen ehe Noemi Zbären in Meilen mit 13.06s eine Zeit lief, welche sie in den letzten knapp 5 Jahren nie erreicht hatte. Letztmals lief Zbären im September 2015 schneller (12.96s) über die 10 Hürden bei einem 100 Meter Hürdensprint. Die Formkurve stimmt also und zeigt nach oben. 4 Wettkämpfe bestritt Zbären bisher in dieser Saison, dreimal gelang ihr eine tolle Zeit. Es scheint, als könnte Noemi Zbären ein zweites Mal den Weg an die Weltspitze schaffen.

Bereits früh feierte Zbären zahlreiche Erfolge: 2010 holte sie die Bronze-Medaille bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur, 2011 wurde sie U18-Vize-Weltmeisterin, 2012 gewann sie die Silber-Medaille bei der U20-Weltmeisterschaft und stand als 18 Jährige an den Olympischen Spielen in London im Einsatz. 2013 errang sie den Europameistertitel bei der U20-Kategorie und ihre grössten Erfolge feierte die Langnauerin 2015, als sie U23-Europameisterin und WM-6. bei der Elite wurde.

Noemi Zbären tut alles dafür, dereinst wieder dort anzukommen. Vielleicht ja bereits in einem Jahr bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, welche ein grosses Ziel von Noemi Zbären sind.

Ein interessantes Gespräch mit einer sympathischen Sportlerin, welche noch deutlich mehr kann, als schnell Hürdensprinten.

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