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In Burgdorf sind in vier Jahren drei Schwingfeste an einem Ort

Elf Jahre nach dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest ist 2024 in Burgdorf wieder Schwingfest-Zeit. Heute in exakt vier Jahren findet auf der Schützenmatt das Bernisch-kantonale Schwingfest statt. Zu diesem Zeitpunkt werden das Oberaargauische und das Emmentalische Schwingfest an gleicher Stätte bereits durchgeführt gewesen sein. Gestern wurde in Burgdorf das Organisationkomitee gegründet.

Der Gründung des Vereins «Schwingfeste 2024 Burgdorf» vom 10. August 2020 unter Anwesenheit von Delegationen der Trägervereinsmitglieder (Schwingklub Burgdorf, Hornussergesellschaft Burgdorf, Aemmitaler-Chörli Burgdorf und Turnverein Hindelbank) gingen bereits etliche Arbeiten voraus. Das künftige Organisationskomitee wurde bereits zu grossen Teilen zusammengestellt, die Fühler zu möglichen Helfervereinen wurden ausgestreckt und vor allem musste, nach dem «Ja» der Trägervereinsmitglieder, die Zustimmung von gleich drei Schwingerverbänden eingeholt werden. Diese erfolgten an der Hauptversammlung des Emmentalischen Schwingerverbandes vom 25. November 2018, an der Hauptversammlung des Oberaargauischen Schwingerverbandes vom 1. Dezember 2018 und an der Delegiertenversammlung des Bernisch-kantonalen Schwingerverbandes vom 13. Januar 2019. Seither wurde das Organisationskomitee weitgehend komplettiert und erste Arbeiten in Angriff genommen. Der gestern offiziell ins Amt als OK-Präsident gewählte Burgdorfer Unternehmer, Gemeinderat und Grossrat Francesco M. Rappa zeigt sich gegenüber neo1 erfreut: «Wir haben bereits gute Vorarbeiten geleistet und ein tolles Team an OK-Mitgliedern an Bord. Wir gehen somit nun mit Elan an die weitere Planung.»

Ein Novum
Zum ersten Mal in der Geschichte finden gleich drei Kranz-Schwingfeste innerhalb von weniger als zwei Wochen am selben Ort statt:
- Oberaargauisches Schwingfest: Donnerstag, 1. August 2024
- Emmentalisches Schwingfest: Samstag, 3. August 2024
- Bernisch-kantonales Schwingfest: Sonntag, 11. August 2024

Dieses «Triple» wurde möglich durch die Sonderkonstellation des Schwingklubs Burgdorf in der nationalen Schwingerlandschaft. Als einziger Schwingklub des Landes gehören ihm Schwinger resp. Mitglieder von zwei Verbänden an (dem Emmentalischen und dem Oberaargauischen Schwingerverband), was dazu führt, dass der Schwingklub Burgdorf im Turnus von einigen Jahren die Gauverbandsschwingfeste beider Verbände organisiert – letztmals fanden an Pfingsten 2005 das Oberaargauische und das Emmentalische Schwingfeste statt, damals als «Double». Und auch das Bernisch-kantonale Schwingfeste kommt einmal pro Generation durch den Schwingklub Burgdorf zur Austragung, letztmals 1982.

Der Zufall wollte es, dass die nächste turnusgemässe Übernahme aller drei Schwingfeste in die Zeitphase 2022 bis 2023 gefallen wäre. Der Schwingklub Burgdorf plante vorerst, die beiden Gaufeste an andere Organisatoren abzutreten (so wie er es mit dem Oberaargauischen Schwingfest 2016 in Hindelbank bereits getan hatte), um schliesslich das «Bernisch-kantonale» 2023 selber durchzuführen. Da dieser Plan aber mangels Organisatoren scheiterte, kam die Idee des «Triple» auf. «Das erste Jahr, das die gleichzeitige Durchführung von allen drei Anlässen erlaubte, war 2024, da die Schwingerverbände ihre Schwingfeste unterschiedlich weit vergeben hatten», führt der Trägervereinspräsident Silvio Rüfenacht, Schwingerkönig von 1992 und Ehrenmitglied des Schwingklubs Burgdorf, aus.

Organisationskomitee mit viel Knowhow
Geführt wird das OK Schwingfeste 2024 Burgdorf unter dem Vorsitz von Francesco M. Rappa von den OK-Vizepräsidenten Urs Gnehm, CEO des Burgdorfer Energieversorgers Localnet, und Niklaus Gasser, Vizepräsident des Schwingklubs Burgdorf, sowie dem OK-Geschäftsführer Patrick Sommer,
Präsident des Schwingklubs Burgdorf. Als ehemaliger Geschäftsführer des ESAF 2013 Burgdorf bringt nicht nur er viel Erfahrung mit: «Unser OK für 2024 besteht aus vielen Knowhow-Trägern aus den OKs des ESAF 2013, dem Double 2005 und dem Oberaargauischen 2016 in Hindelbank und ich freue mich, wieder mit ihnen zusammen zu arbeiten.» Für ihn war nicht zuletzt als Präsident des Schwingklubs klar das er auch wieder mit anpackt, sagt Patrick Sommer gegenüber neo1.

Eine Infrastruktur, drei Feste
Die Durchführung von drei Schwingfesten in Burgdorf innerhalb von zwei bis drei Jahren hätte, nicht nur aus ressourcen-technischen Gründen, keinen Sinn gemacht. Das Verlegen von allen drei Schwingfesten ins gleiche Jahr und die Nutzung einer Infrastruktur für alle drei Anlässe macht für die Organisatoren in jeder Hinsicht Sinn. «Dem OK ist denn auch eine möglichst nachhaltige Durchführung wichtig», wie OK-Präsident Francesco M. Rappa betont. Auch «wollen wir nichts Neues erfinden, sondern möglichst auf bereits bestehenden Erfahrungen und Strukturen, zum Beispiel vom ESAF 2013, aufbauen», sagt der OK-Geschäftsführer Patrick Sommer. (MM / neo1)

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