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Absagenflut im Schwingen: auch das Bernisch-Kantonale ist abgesagt

In diesem Jahr kann die Schwingsaison erste spät - wen überhaupt - starten (Bild: Symbolbild)

Nun trifft es auch das Bernisch-Kantonale Schwingfest: Aufgrund der aktuellen Lage rund um das Coronavirus hat das Organisationskomitee beschlossen, das Schwingfest vom 10. bis 12. Juli in Aarberg abzusagen und auf nächstes Jahr zu verschieben. Damit verschiebt sich der Saisonstart der Schwinger immer weiter in den Sommer hinein.

Die Organisatoren des Bernisch-Kantonalen Schwingfests melden heute, dass sie das Fest nicht ganz absagen, sondern auf das Wochenende vom 6. bis 8. August 2021 verschieben. Das heisst, das Festareal bleibt am vorgesehen Standort beim Arolina-Gelände und die Tickets behalten ihre Gültigkeit für 2021.

Verschiebung der nachfolgenden Teilverbands-Feste

Die Verschiebung des Bernisch-Kantonalen Schwingfests bedeutet aber, dass auch die nachfolgenden, bereits definierten Schwingfeste betroffen sind und nun umorganisieren müssen. Der Terminplan sieht nun folgendermassen aus:
2021 Aarberg
2022 Thun
2023 Tramelan
2024 Burgdorf
2025 Langnau i.E.

Festabsagen beeinflussen die ganze Saison

Mittlerweile wurden schon Schwingfeste bis in den Juli hinein abgesagt. Der Innerschweizer Schwingverband hat sämtliche Kantonalschwingfeste verschoben. Was mit den Bergfesten passiert, ist noch offen. Die Situation sei auch für den Bernisch-Kantonalen Schwingerverband nicht einfach, sagt dessen Präsident Jakob Aeschbacher gegenüber neo1. So sei weiterhin unklar, welche Feste überhaupt noch durchgeführt werden können. Und die Absagen und Verschiebungen haben für die Veranstalter und Schwingervereine auch finanzielle Einbussen zur Folge. Trotzdem habe der Schwingsport (beispielsweise im Vergleich zum Hornussen) den Vorteil, dass sie keine Meisterschaft haben. Jedes Fest sei eine eigene, abgeschlossene Einheit. Daher sei es auch keine Variante, die Saison ganz abzubrechen. Man schaue nun einfach, wann allenfalls wieder Schwingfeste möglich sein werden.

Keine Variante sei hingegen, die Saison beliebig in den Herbst/Winter hinein zu verlängern, sagt Jakob Aeschbacher. Es brauche spätestens ab November eine Pause für die OKs und für die Planung der kommenden Saison.

Schwinger versuchen, das Beste aus der Situation zu machen 

Natürlich sind Schwinger wie der Erstgekrönte des letztjährigen Eidgenössischen Schwingfests in Zug, Joel Wicki aus Sörenberg, oder Patrick Schenk aus dem Wasen (Eigenosse seit dem ESAF 2016) nicht erfreut darüber, dass sie den Schwung ihrer letzten Saison und das intensive Training des Winters nicht nutzen können. "Ich kann die Situation aber nicht ändern und konzentriere mich darauf, weiterhin gut zu trainieren und konkurrenzfähig bleiben zu können", so Patrick Schenk gegenüber neo1. Joel Wicki versucht einerseits, den letztjährigen Erfolg länger zu geniessen. "Andererseits bin ich schon etwas traurig darüber, dass ich die Saison nicht gestalten kann, wie ich mir das vorgestellt habe". Es gelte aber sicher, Vernunft walten zu lassen und nicht überhastet zum Alltag und Festbetrieb zurück zu kehren. "Ansonsten riskieren wir, dass das Coronavirus uns noch viel länger und schlimmer begleitet, als uns lieb ist. Auch, da insbesondere viele zur Risikogruppe gehörende Menschen gerne Schwingfesten besuchen. Gemäss Wicki und Schenk müsste es unbedingt möglich sein, den Trainingsbetrieb einige Wochen vor einem allfälligen Fest wieder aufzunehmen, um in dieser Saison überhaupt noch ein Schwingfest durchführen zu können. "Wir haben einen Winter lang trainiert und sind jetzt doch nicht im Wettkampf-Modus; der lässt sich nicht über zwei Wochen erzwingen", so Wicki gegenüber neo1. 

 

Weiterer Artikel zum Thema:

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