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Hebammen-Mangel hängt von Arbeitsumfeld ab

Im Spital Münsingen sind die Tage der Geburtenabteilung gezählt. Wegen Hebammen-Mangels müsse die Abteilung schliessen, hiess es vor rund einer Woche von der Insel-Gruppe, zu der das Spital Münsingen gehört. Vielleicht sei der sich abzeichnende Hebammen-Mangel der Insel-Gruppe auch gerade recht gekommen, glaubt Verena Piguet, Hebamme und Präsidentin der Sektion Bern des Schweizerischen Hebammenverbandes. 

Es gebe in gewissen Spitälern einen Mangel, aber das habe wohl eher damit zu tun, wie dort das Arbeitsumfeld gestaltet werde als mit einem generellen Mangel, glaubt Verena Piguet. Allerdings sei es so, dass schon kurze Zeit nach Abschluss der Ausbildung über 40% der Hebammen den Beruf wieder aufgäben, räumt sie ein. Es müsse also dringend geprüft werden, was bei der Ausbildung ändern müsse, damit sich junge Hebammen bei der Ausübung des Berufs auch sicher fühlten. Ihr Wunsch für die Zukunft wären mehr Geburtenabteilungen, wo von der Geburtsvorbereitung bis zur Nachbetreuung alle beteiligten Personen Hand in Hand arbeiten - Hebammen, Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal. Denn Hebammen müssten bei einem normalen natürlichen Geburtsverlauf auch Entscheidungen treffen und die Geburt selbständig begleiten dürfen, ohne dass die Gebärende und ihr Partner irgendwie unter Druck gesetzt würden. Solche Geburtenabteilungen gebe es, aber noch nicht überall. In solch einem positiven Arbeitsumfeld sei der Hebammenberuf sehr schön und erfüllend und die negativen Aspekte wie unregelmässige und lange Arbeitszeiten fielen weniger ins Gewicht. 

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