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Jüre Lehmann
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600 Jahre Berner Münster

zvg.

Im Jahr 1421 wurde der Grundstein für das Berner Münster gelegt. Zuvor hatte dort schon die Leutkirche gestanden. Doch diese war langsam alt und am Zerfallen. Eine Neue musste her, und zwar nicht einfach eine Kirche – sondern ein Münster. Ein Bauwerk, das man über die Landesgrenzen hinaus wahrnehmen würde. Fertig gebaut wurde das Berner Münster erst Jahrhunderte später: Zwischen 1889 und 1893 wurde der Kirche ihr Turmhelm aufgesetzt.

Bern war eine Stadt im Aufbruch, damals, im 13. Jahrhundert. 5'000 Menschen lebten da, die Wirtschaft florierte. 1415 eroberte Bern den habsburgischen Aargau und erweiterte sein Gebiet, das Selbstbewusstsein wuchs und wuchs, so beschreibt es der Berner Stadtarchivar Roland Gerber. Die Stadt wollte sich zeigen und herausputzen, man wollte städtebaulich neue Massstäbe setzen, die im europäischen Vergleich standhielten. 

Das Münster wurde seinerzeit mit Berner Sandstein gebaut. Und dies aus gutem Grund, erklärt André Schär, Steinmetz-Meister der Carlo Bernasconi AG: Das Vorkommen war direkt vor Ort und früher, als man noch mit Pferd und Wagen die Steine vom Steinbruch bis zur Baustelle bringen musste, war der Weg essenziell. Deshalb wurde beim Stadtbrand vor 600 Jahren auch entschieden, dass alle Häuser aus Naturstein gebaut werden.

Sandstein hat aber auch Nachteile, weil er z.B. viel Pflege braucht. "Er verliert mit der Zeit das Bindemittel und die Natureinflüsse wurden mit den Jahren nicht wirklich besser. Die zunehmenden Abgase setzen dem Stein ziemlich zu", so André Schär. Er und sein Team waren in den letzten Monaten wieder intensiv mit der aufwändigen Fassadenpflege beschäftigt. 

Heute wird bedeutend weniger mit Sandstein gebaut. Er wird vor allem für Restaurierungen und Renovationen gebraucht. Die Mengen sind aber lange nicht mehr wie früher. 1866 z.B. war Ostermundigen mit 150 Steinbrecher, welche alles von Hand machten, der grösste Steinbruch. Damals hat man noch 12'000 Kubik pro Jahr herausgebrochen.  


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