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Kanton Luzern: Volksabstimmung Campus Horw

Die Hochschule in Horw heute (Bild: Lukas Galantay)

Marcel Schwerzmann, Bildungs- und Kulturdirektor vom Kanton Luzern und Reto Wyss, Finazdirektor vom Kanton Luzern haben am 5. Februar 2020 über das Projekt informiert.

Auf dem Campus Horw sollen die Infrastruktur des Departements Technik & Architektur der Hochschule Luzern saniert und erweitert, die Pädagogische Hochschule Luzern angesiedelt und hochschulnahe, forschungsinteressierte Unternehmen ansässig werden. Die Volksabstimmung über die Gründung der «Immobilien Campus Luzern-Horw AG» findet am 7. März 2021 statt. Die Regierung sprach bei der Präsentation der Abstimmungsbotschaft von einer grossen Chance für den Wirtschafts- und Bildungsstandort Luzern.

Die Studierendenzahlen steigen: am Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern (die Fachhochschule der Zentralschweizer Kantone) genauso wie an der Pädagogischen Hochschule Luzern. «Das ist gut so, denn unsere Wirtschaft braucht Fachleute in Technik und Architektur und unsere Gesellschaft braucht gut ausgebildete Lehrpersonen», sagte Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann vor den Medien. Das Vorhaben, so Schwerzmann, entspricht der Bildungs- und auch der Immobilienstrategie des Kantons Luzern. Er stellte am 5. Februar 2021 gemeinsam mit Finanzdirektor und Regierungspräsident Reto Wyss die Botschaft für die Volksabstimmung vor.

Ein Standort für drei Bedürfnisse
Mit dem geplanten Ausbau des Campus Horw schafft man eine Lösung, die zwei Probleme behebt: Das Departement Technik & Architektur – früher im Volksmund «Technikum» genannt - hat nicht nur ein Platzproblem wegen steigender Studierendenzahlen. Die Bauten sind in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden. Gleichzeitig wächst auch die Pädagogische Hochschule Luzern, die derzeit auf acht verschiedenen Standorten in der Stadt Luzern verteilt ist - ein unbefriedigender Zustand. In Horw soll nun ein Hochschulcampus mit drei Zielen entstehen:
- Sanierung und Erweiterung der Infrastruktur des Departements Technik & Architektur.
- Neuer, zentralisierter Standort für die Pädagogische Hochschule Luzern.
- Ansiedlung von hochschulnahen Institutionen und forschungsintensiven Start-ups und Spin-offs.
Mit der gesamtheitlichen Planung sollen Synergien genutzt werden, beispielsweise gemeinsame Hörsäle, Mensa, Bibliothek, aber auch der Transfer zwischen Technik und Pädagogik sowie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das Gesamtprojekt wird sich inklusive Planungskosten auf rund 365 Millionen Franken belaufen.

Kanton behält Zügel in der Hand
Das Grossprojekt soll nicht vom Kanton gebaut werden, sondern für Bau und Betrieb ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft geplant. Die AG ist agiler, wenn es um die Finanzierung geht und sie kann flexibler auf Veränderungen reagieren. «Allerdings», so Regierungspräsident und Finanzdirektor Reto Wyss, «wir geben die Zügel nicht aus der Hand.» Die AG bleibt zu hundert Prozent im Besitz des Kantons. Der Regierungsrat stellt die Mehrheit im Verwaltungsrat und die Generalversammlung wird durch die Gesamtregierung gebildet. «Befürchtungen, dass wir den Bildungsauftrag aus der Hand geben, sind unbegründet», sagte Reto Wyss, der für die kantonalen Immobilien zuständig ist. «Wir können als Regierung und über die beiden Hochschulen jederzeit die Bildungsstrategie und die Bildungsinhalte bestimmen», so Wyss und zerstreute damit Befürchtungen der Gegner der Vorlage.

Volk soll grünes Licht geben
Die Stimmberechtigten des Kantons Luzern entscheiden am 7. März 2021, ob sie für diesen Weg zu diesem Projekt grünes Licht geben. Der Regierungsrat und die grosse Mehrheit des Kantonsrates beantragen Zustimmung. Bei der Volksabstimmung geht es in einer Abstimmungsfrage um zwei Punkte:
- Gründung einer Aktiengesellschaft mit Übertragung der Grundstücke.
- Sonderkredit von 53,5 Millionen Franken.

Die 53,5 Millionen Franken setzen sich aus Gründungskosten, Bareinlage, Bundesbeiträgen und - als Hauptposten - 29 Millionen Franken für die Projekterarbeitung zusammen. Denn: Der Kanton wird die Planung durchführen und der neuen AG bei der Gründung im Jahr 2024 die Pläne zur Realisierung übergeben. Der Baubeginn ist im Jahr 2026 vorgesehen und der Bezug etappenweise ab dem Jahr 2029. (pd)


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